Geschichte der Totenmaske

Vier verschiedene Funktionen

Antike: Totenmasken als Ahnenkult
Ab dem 4. Jhdt. v. C. war es im römischen Reich weit verbreitet, Wachsmasken von verstorbenen Familienmitgliedern anzufertigen, ihnen in Nachbearbeitung die Augen zu öffnen und sie in einer Reihe im Atrium aufzustellen.
Mittelalter und Renaissance: Totenmasken als Vorlagen und Hilfsmittel für Grabmale und Büsten
Weil in der Portraitkunst ab dem 13. Jhdt. die Ähnlichkeit des Dargestellten wichtig wurde, goss man zahlreiche Totenmasken als Bildvorlage.
Neuzeit: Totenmasken als Denkmal für verdienstvolle Persönlichkeiten
Herausragende Leistungen einer Persönlichkeit wollte man durch die Abnahme einer Totenmaske besonders wertschätzen und ehren. Die erste dieser Art wurde von G.E. Lessing 1781 abgenommen.
19. Jahrhundert: Totenmasken als Untersuchungsobjekt der Wissenschaft
Aus der Form des Schädels und den Gesichtszügen glaubte man eine Zeit lang Charaktereigenschaften ablesen zu können. Untersuchungen dazu war der Zweck vieler Totenmasken dieser Zeit.
20. Jahrhundert: Das Abnehmen von Totenmasken verliert sich infolge der beiden Weltkriege.
 
Totenmaske Gesicht Gesichtszüge Abformung
Totenmasken